Streiflichter - Deutsche Diabetes Hilfe Mitteldeutschland

Deutsche Diabetes Hilfe
Menschen mit Diabetes
Landesverband Mitteldeutschland e.V.
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Streiflichter

Im Licht der Presse
Streiflichter aus Wissenschaft, Technik und Gesellschaft
Bildernachweis: Pixelio (Lizenzfreie Bilder), Microsoft ClipArt
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Dapagliflozin (Forxiga) mindert die Schwäche des Herzens
 
Der SGLT-2-Inhibitor Dapagliflozin (Forxiga) hat in einer britischen Studie (veröffentlicht im „The New England Journal of Medicine) bestätigt, das Dapagliflozin einen deutlichen Benefit für Patienten mit Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) hat. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass dieses ursprünglich für die Behandlung des Diabetes-Typ-2 entwickelte Medikament bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz für weniger Todesfälle und weniger notwendige Hospitalisierungen sorgt.
Diese Studie zeigt erstmals auch, dass nicht an Diabetes erkrankte Menschen mit Herzinsuffizienz von Dapagliflozin profitieren können.
(Quelle: McMurray, J. et al. (2019): Dapagliflozin in Patients with Heart Failure and Reduced Ejection Fraction. doi: 10.1056/NEJMoa1911303)
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Schädlichkeit von Alkohol und   Nikotin für das Gehirn

Weithin bekannt sind die Folgen von Rauchen und Alkohol:   Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und Leberzirrhose.
Wissenschaftler der University of Southern California in   Los Angeles haben kürzlich festgestellt, dass in Bezug auf das Gehirn nicht   nur die umnebelt und schädigt, sondern dass es auch frühzeitig altert, mit   allen Folgen.
Täglich bzw. fast täglich eine Schachtel Zigaretten führt   dazu, dass das Hirn jährlich um ca. 11 Tage schneller altert. Jedes Gramm   Alkohol täglich erhöht diese Alterung um weitere 7 Tage.
(Quelle:   Ning, K. et al.(2020): Association of relative brain age with tobacco   smoking, alcohol consumption, and genetic variants. doi: 10.1038/s41598-019-56089-4)
Bildquelle: Petra Bork  / pixelio.de
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Die Behandlung des Bluthochdrucks senkt das   Demenzrisiko
  
  
Bekannt ist, dass Menschen mit Diabetes ein   erhöhtes Demenzrisiko haben. Erhöht wird dieses Risiko durch Bluthochdruck   (Hypertonie), bei Hypertoniepatienten besteht ebenfalls ein erhöhtes   Demenzrisiko.
  
Eine Metaanalyse, veröffentlicht in der   Fachzeitschrift „Lancet Neurology“ kommt zur Schlussfolgerung, dass eine   medikamentöse Senkung des Bluthochdrucks nicht nur das Risiko für Herz- und   Kreislauferkrankungen senkt, sondern auch das Risiko einer späteren   Demenzerkrankung.
  
Ausgewertet wurden sechs große Beobachtungsstudien   mit mehr als 30000 Patienten. Das Ergebnis: Patienten mit einer guten   Bluthochdruckbehandlung hatten ein um 12 % geringeres Risiko, an einer   Demenz, und ein 15 % geringeres Risiko an einer Alzheimer-Demenz zu   erkranken.
  
(Quelle: Ding, J et al. (2020): Antihypertensive medications and risk for incident dementia   and Alzheimer`s disease. doi:org/10.1016/S1474-4422(19)30393-X)
Bildquelle: Bernd Kasper  / pixelio.de
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Tee fördert die Gesundheit
  
  
Teetrinker profitieren   gesundheitlich. Zu diesem Ergebnis kommen chinesische Wissenschaftler in   einem Bericht des Europian Journal of Preventive Cardiology.
  
Sie stellen darin fest, dass Teetrinker gegenüber anderen   mehr krankheitsfreie Jahre haben, eine höhere Lebenserwartung und seltener an   Herz-Kreislauferkrankungen leiden. Bei einem Indexalter von 50 Jahren treten   Herz-Kreislauferkrankungen im Schnitt 1,41 Jahre später auf und die   Lebenserwartung liegt um 1,26 Jahre höher. Die günstige Wirkung von Tee wird   vor allem dem Grünen Tee zugeordnet, der im Vergleich zum Schwarzen Tee unfermentiert   ist und mehr Inhaltsstoffe hat, die einem positiven Effekt auf Bluthochdruck   und Fettstoffwechselstörungen haben.
  
(Quelle: Wang, X. et al. (2020 Tea   consumption and the risk of atherosclerotic cardiovascular disease and   all-cause mortality: The China-PAR project. doi: 10.1177/2047487319894685)
Bildquelle: sigrid rossmann  / pixelio.de
  
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Übergewicht ist ein schwergewichtiger   Risikofaktor
  
  
Bekannt ist, dass Übergewicht, insbesondere die   Fettleibigkeit (Adipositas), Herz-Kreislauferkrankungen begünstigt.
  
Übergewicht ist aber auch ein ernst zu   nehmender Risikofaktor bei einer Vielzahl von Krebserkrankungen.
  
In einer Mitteilung des Deutschen   Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg heißt es, das insbesondere das   viszerale Fett (ungesundes Bauchfett) ein Krebstreiber ist. Besonders sind   dabei Brustkrebs nach den Wechseljahren, Darmkrebs, Gebärmutterkrebs,   Speiseröhren- und Nierenzellkrebs benannt.
  
Besorgnis erregt insbesondere die Tatsache,   dass der Risikofaktor Adipositas seinen Ursprung oft bereits im Kindesalter   hat. Hier geht eine deutliche Aufforderung an die Politik zu handeln; „Präventiven   Maßnahmen sollte höchste Priorität eingeräumt werden“, fordert der   Epidemiologe H. Brenner.
  
(Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum   (2020): Adipositas – schwergewichtiger Krebsrisikofaktor. www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/
Bildquelle: sigrid rossmann  / pixelio.de
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Stress als Gesundheitsrisiko
  
  
Oft sind schlechter Schlaf und   beruflicher Stress Hand in Hand unterwegs. Wenn dies durch den Bluthochdruck   noch zusätzlich begleitet wird, dann erhöht sich das Risiko für einen   Herzinfarkt oder Kreislaufstillstand im Vergleich zu gesunden Menschen um das   Dreifache. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Europian Journal of   Reventive Cardiology veröffentlicht wurde.
  
Hochdruckpatienten sollten von ihren behandelnden Ärzten   auch stets auf Schlafstörungen und berufliche Belastungen befragt werden,   meint Prof. K.-H. Ladwig von der TU München.
  
Präventiv und therapeutisch können körperliche Aktivität,   gesundes Essen und Entspannungsstrategien wirken. Auch die Arbeitgeber können   hier durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Stressmanagement und anderen   Angeboten für ihre Arbeitnehmer wirken.
  
(Quelle: Li, Jian et al. (2019)   Combined effect of work stress and impaired sleep on coronary and   cardiovascular mortality in hypertensive workers: The MONICA/KORA cohort   study. doi:10.1177/2047487319839183)
Bildquelle: Rainer Sturm  / pixelio.de
  
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Grippeimpfung senkt die Sterblichkeit
  
  
Deutlich seltener versterben   grippeschutzgeimpfte Bluthochdruckpatienten in der Grippesaison als   Nichtgeimpfte. Zu diesem Ergebnis kommt eine dänische Studie.
  
(Quelle: Modin Daniel et al. (2019) The flu vaccine and mortality in hypertension. A Danish nationwide   cohort study. Abstract 1347. Vorgestellt beim Kongress der Europian Society   of Cardiology (ESC), 31.08. bis 04.09.2019, Paris)
Bildquelle: S. Hofschlaeger  / pixelio.de
  
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Folgeschaden des Diabetes: der diabetische Fuß
  
Eine   gute Vernetzung rettet die Füße vor der Amputation
  
  
Für   Menschen mit Diabetes ist das Risiko eine Fußamputation zu erleiden um das   30-fache höher als in der übrigen Bevölkerung. Noch immer ist die Zahl der   Amputationen hoch; eine gute Vernetzung stationärer und ambulanter Versorgung   hochkritischer Patienten kann diese Zahl um mindestens die Hälfte senken.   Dieses Ergebnis legen verschiedene Studien nahe. Nach Prof. Dr. R. Lobmann,   Ärztlicher Direktor der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Geriatrie   am Klinikum Stuttgart und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Diabetischer Fuß“   der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) ist es deshalb wichtig, dass   spezialisierte Fußambulanzen flächendeckend in Deutschland finanziert werden.
Die AG „Diabetischer Fuß“ der   DDG arbeitet an einem Konzept zur flächendeckenden Etablierung eines   sogenannten Zweitmeinungsverfahrens vor der Amputation großer Gliedmaßen.   Voraussetzung ist, dass die Amputation nicht aus einer akut   lebensbedrohlichen Situation heraus erfolgen muss.
Prof.   Dr. R. Lobmann vergleicht die 5-Jahres-Überlebensrate nach dem Verlust großer   Gliedmaßen mit der bei bösartigen Tumorerkrankungen. Demnach liegt diese bei   etwa 50 Prozent.
Wenn   eine Amputation beim diabetischen Fußsyndrom (DFS) vermieden werden kann,   erhält das die Mobilität der Betroffenen und ermöglicht weiterhin ein   selbstbestimmtes Leben.
Auch   als Betroffener sollte man sein Risiko für einen derart gravierenden Eingriff   möglichst verhindern. Neben dem diabetischen Fußsyndrom ist das Rauchen mit   den dadurch bedingten Gefäßveränderungen ein eigenständiger Risikofaktor für   eine Fußamputation. Um die aktuelle Lage zu erwähnen: Raucher sind durch   Corona ebenfalls erheblich gefährdet.
Diabetes   und Rauchen potenzieren die   Gefährdung der Füße, eines von beiden kann man als Betroffener aber   problemlos abändern – es gibt viele Gründe nicht zu rauchen oder damit   aufzuhören.
Wichtig   für Betroffene mit gefährdeten Gliedmaßen, insbesondere beim Vorliegen eines   Fußulkus ist, dass sie frühzeitig in eine Einrichtung verwiesen werden, die   ein multidisziplinäres Fußteam vorhält bzw. ein zertifiziertes   multidisziplinäres Fußzentrum ist.
Seit   2019 gibt es eine Checkliste, die IRBESA-PP, welche in der Beurteilung   des Risikos für eine Amputation beachtet werden sollte:
  
I – Infektionsmanagement
R – Revaskularisation
B – Begleiterkrankungen
E – Entlastung
S – Stadiengerechte Wundbehandlung
A – (Grenzzonen-) Amputation
P – Physiotherapie und psychosoziale Unterstützung
P – Prävention und Podologie
  
In der   Behandlung des diabetischen Fußsyndroms sollten die Inhalte dieser Checkliste   grundlegend stattfinden und auch für die Betroffenen eine Richtschnur sein,   letztlich geht es um die eigenen Füße und den Erhalt der Mobilität.
Bildquelle: jutta rotter  / pixelio.de
  
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Ein Spitzenkoch für  Menschen mit Diabetes
 
 
Die  Diabetesselbsthilfegruppe „Die süßen Quernetaler“ aus Querfurt wollte sich in  ihren Treffen einmal intensiv mit dem Thema Ernährung bei Diabetes  auseinandersetzen. Viele Essgewohnheiten in unserer Zeit entsprechen eher  nicht den Erkenntnissen und Empfehlungen der Fachleute auf dem Gebiet der  Ernährung.
 
 
Bekannt  ist auch, welche Bedeutung die Ernährung für Menschen mit  Stoffwechselerkrankungen allgemein und mit Diabetes insbesondere hat.
 
Wir wollten als  Selbsthilfegruppe Klarheit, wir wollten wissen, was können wir selber tun, um  uns aktiv und zielgerichtet in unserem Essverhalten an den  ernährungsphysiologischen Grundsätzen orientieren.
 
 
Wir  baten unseren Landesvorstand um Unterstützung und wir haben diese erhalten.
 
 
Unser  Landesvorstand hat uns ein Event organisiert, welches wir nach Corona,  vermutlich im Spätherbst durchführen;
 
Mit  dem Spitzenkoch Harald Saul aus dem thüringischen Greiz wird uns in diesem  Treffen einiges an Grundlagen vermittelt werden, aber auch in der praktischen  Umsetzung demonstriert. Der Kreisverband Merseburg-Querfurt des Deutschen  Roten Kreuzes unterstützt uns dabei durch das Bereitstellen einer  entsprechenden Kücheneinrichtung.
 
 
Weil  dieses Thema nicht unwichtig ist, weil dieses Thema auch praktisch sehr  interessant ist, hat unser Landesverband, zu dem wir gehören, dieses Event  auch in seine Projektunterstützung aufgenommen.
 
 
Dadurch  erhalten wir die Möglichkeit hier auch eine begrenzte Anzahl Interessierter  an diesem Event teilnehmen zu lassen. Interessenten können sich gerne unter  folgender E-Mailadresse unter Angabe der Mitgliedsnummer melden: info@selbsthilfe-diabetes-md.de.
 
 
Wir  werden alle informieren, wenn dieser Termin nach Corona stattfinden kann.
 
 
DSHG  „Die süßen Quernetaler“
 
P.  Baloi, Gruppensprecherin
 
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VdK
Sozialverband
Deutschland
Hinweis: es scheint heute üblich, dass die deutsche Sprache in ihrer jahrhunderte alten Entwicklung nicht mehr in der Lage ist die Gesellschaft widerzuspiegeln. Allein aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und weiterer Sprachformen verztichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechterformen. Dies impliziert keinesfalls eine Benachteiligung der jeweils anderen Geschlechter, sondern ist als geschlechtsneutral zu verstehen.
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