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Diabetes macht keine Schmerzen

Selbsthilfe aktuell
Diabetes macht keine Schmerzen!
ein wesentliches Problem des Diabetes ist, dass er oft "nebenbei" und sehr spät entdeckt wird. Ist er diagnostiziert kommt der erste Schock, der oft in eine gewisse Starre und / oder Sorglosigkeit führt, die Krankhait wird ignoriert. Das wäre nicht der Fall, wenn Diabetes Schmerzen verursachen würde. Dabei sind die Folgen für Betroffene dramatisch: Einschränkung der Nierenfunktion bis zur Dialysenotwendigkeit, Artherosklerose bis hin zum Schlaganfall und Herzinfarkt (begünstigt durch parallelen Bluthochdruck), Störungen der Nervenfunktion, Amputation von Gliedmaßen etc.

Was aber bedeutet Diabetes? - eine kurze Erklärung finden Sie hier:

Diabetes mellitus
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselstörung bei der der Blutzuckerwert oft oder ständig erhöht ist. Es ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Ursache ist eine Entgleisung des Blutzuckers durch Störung der Hormonbildung Insulin (Insulinsekretion) in der Bauchspeicheldrüse.

Es gibt diverse Formen von Diabetes
·       Typ-1 Diabetes
·       Typ-2 Diabetes
·       Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)
·       Andere spezifische Diabetes-Typen (MODY, Gendefekt, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, gestörte Hormonproduktion, Viren, Chemikalien & Medik., genetische Syndrome, etc.)

Was macht es in unserem Körper?
Insulin ist ein Hormon welches in unserer Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert wird. Nach einer Nahrungsaufnahme steigt der Blutzuckerspiegel an und die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin. Insulin wirkt als Schlüssel (Insulinrezeptor) und öffnet die Zellen um Glukose einschleußen zu können und sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel sinkt. Glukose dient in den Zellen zur Energiegewinnung.
Der Blutzuckerspiegel steigt aber auch, wenn Insulin nicht ausreichend produziert oder modifiziert und wirkunseingeschränkt produziert wird. Dadurch kann Glukose nicht in die Körperzelle gelangen und gleichzeitig kommt es zu einem Energiemangel in der Zelle, obwohl ausreichend Glukose vorhanden ist.
Normalerweise reguliert unser Körper die produzierte Insulinmenge selbst. Es wird nur soviel produziert wie tatsächlich benötigt. Bei gesunden Menschen wird der Blutzucker immer in einem Gleichgewicht gehalten. Insulin ist auch für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel in unserem Körper wichtig.

Blutzuckerwerte (Normwerte eines gesunden Menschen)
·       nüchtern/morgens: 3,3 bis 5,6 mmol/l (bzw. 60-100 mg/dl)
·       2 Stunden nach dem Essen: nicht über 7,8 mmol/l (bzw. nicht über 140 mg/dl)
Menschen mit einem unentdeckten Typ-2 Diabetes ahnen oft nichts von ihrer Erkrankung. Leider wird ein Typ-2 Diabetes häufig erst nach vielen Jahren zufällig entdeckt.
Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker tut zwar nicht weh, kann aber den Körper massiv schädigen. Folgeerkrankungen können auftreten wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Diabetische Polyneuropathie, Retinopathie, Makula-Ödem, Hautprobleme, uvm.
Symptome wie starkes Durstgefühl, häufiges Wasserlassen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Unkonzentriertheit, trockenen Mund und bei vorhandenen Folgeerkrankungen sollten umgehend mit dem Hausarzt und/oder Diabetologen besprochen werden. Evtl. werden weitere Untersuchungen notwendig um eine Diabeteserkrankung auszuschließen oder zu diagnostizieren. Dazu gehören u.a. ein Glukose-Toleranztest, eine HbA1c-Messung und ein Nüchtern-Blutzuckerwert-Bestimmung.

Typ-1 Diabetes
Ein Typ-1 Diabetes ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen im Kinder- und Jugendalter. Ein Typ-1 Diabetes entsteht, wenn das körpereigene Immunsystem sich gegen die Insulin produzierenden Zellen der Pankreas (Bauchspeicheldrüse) richtet und diese zerstört. Die Ursache dafür ist noch nicht umfassend geklärt. Leider kommt es oft innerhalb kurzer Zeit dazu, dass die Insulinproduktion ausbleibt.
Ohne Insulin von außen gerät der Mensch mit einem Typ-1 Diabetes in eine schwere Stoffwechselentgleisung, Ketoazidose genannt. Ohne Gegenmaßnahme endet sie tödlich. Auf Dauer können hohe Blutzuckerwerte zu Folgeerkrankungen führen.
Auch ein Typ-1 Diabetes ist zu Beginn schmerzlos. Leider fällt die Erkrankung erst auf, wenn die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse stark nachgelassen hat. So zeigen sich Symptome wie starker Harndrang, vermehrter Durst, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, schnelle Gewichtsabnahme, Azetongeruch in der Atemluft (wie Nagellackentferner oder faules Obst) als mögliche Symptome, auf die reagiert werden sollte.

Typ-2 Diabetes
Der Typ-2 Diabetes betrifft mittlerweile ca. 8 Millionen Menschen in Deutschland, die Dunkelziffer ist sicher weitaus höher und die Tendenz ist steigend. Er ist eine der häufigsten chronischen Erkrankung weltweit. Diese Form ist vordergründig die Folge einer verringerten Insulinempfindlichkeit der Körperzellen (Insulinresistenz).
Hauptursachen sind Bewegungsmangel und Veranlagung. Früher war der Typ-2 Diabetes als fälschlicherweise als  "Alterszucker" benannt, heute betrifft er immer mehr junge Leute.
Mögliche Symptome sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, trockener Mund, trockene Haut und Müdigkeit.
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